"Westfälischen Volksblatt" (Beilage „Wir – Generation 60 plus“)

Altersgerecht planen

Heute schon an morgen denken – das gilt nicht nur für die Rente, sondern auch wenn es ums Renovieren geht. Im Sanitärbereich lohnt es sich, altersgerecht vorzuplanen.

Altersgerecht planen

Heute schon an morgen denken – das gilt nicht nur für die Rente, sondern auch wenn es ums Renovieren geht. Im Sanitärbereich lohnt es sich, altersgerecht vorzuplanen.

„Ein Bad wird meist auf eine Lebensdauer von 20 oder 30 Jahren geplant“, erklärt Ulrich Blome, Geschäftsführer der Badgalerie in Schloß Neuhaus. „Deshalb ist es wichtig, dass es ohne großen Aufwand den veränderten Bedürfnissen der Kunden angepasst werden kann.“ In „WIR“ gibt der Fachmann Tipps zur Renovierung:

Ebenerdige Duschen
Absolut im Trend bei allen Generationen sind die ebenerdigen Duschen. Sie sind bequem zu betreten, auch mit einem Rollstuhl befahrbar, besonders leicht zu reinigen und sehen dazu noch attraktiv aus. Bei kleinen Bädern kann man mit Duschtüren, die sich auch nach innen klappen lassen, außerdem noch Raum gewinnen. Wer beim Duschen Hilfe braucht, für den sind horizontal teilbare Duschtüren ideal. So kann ein Helfer im Trockenen stehen und von dort aus dem Pflegebedürftigen die Haare waschen.

Ablage wird Sitzplatz
Sehr praktisch sind gefliesten Absatz in der Dusche. Hier kann man Shampoo und Duschgel abstellen, seine Füße beim Waschen aufstützen oder kurz Platz nehmen, wenn man sich müde fühlt.

Einfach in die Wanne
Im Alter wird es manchmal anstrengend, über den Rand der Badewanne zu kommen. Eine gute und platzsparende Lösung bietet die patentierte Duschbadewanne aus dem Hause Blome. Die „DuBa“ hat einen fast ebenerdigen Einstieg, der zum Baden mit einer Steckwand verschlossen werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wannen hat sie außerdem einen geraden Boden, auf dem man beim Duschen sicher steht.

Waschtisch-Lösungen
Zweckmäßig sind Waschtischarmaturen mit herausziehbarer Handbrause für die schnelle Haarwäsche zwischendurch. Im Bedarfsfall ist ein tiefer gelegtes Waschbecken sinnvoll, das mit dem Rollstuhl unterfahren werden kann. Dabei sollte man darauf achten, dass Spiegel, Lichtschalter und Steckdosen entsprechend niedriger angebracht sind.

Wellness daheim
Auch der Wellness-Gedanke wird bei der Planung immer wichtiger: Sauna, Dampfbad, Whirl- und Airpool kann man heute auch in den eigenen vier Wänden haben. Inzwischen ist es sogar möglich, die Düsen, aus denen Luft oder Wasser kommen, individuell dort anzubringen, wo der Kunde die Massagewirkung wünscht.

Platz für Haltegriffe
Wer besonders vorausschauend ist, kalkuliert Platz ein für zusätzliche Sitzgelegenheiten, Griffe und Halterungen, die später bei Bedarf angebracht werden können. Wer dafür die Fliesen nicht anbohren will, ist mit mobilen Badhilfen gut bedient. Das sind Haltegriffe in verschiedenen Größen, die man quer über der Badewanne, seitlich an der Wand oder in der Dusche anbringen kann. Die beiden seitlichen Saugteller werden einfach an die Fliesen gedrückt, die zugehörigen Vakuum-Kipphebel umgelegt – und schon sitzt der Griff absolut sicher und fest.

Leichte Reinigung
Wichtig ist auch, dass das Bad pflegeleicht ist: Es sollte keine spitzen Winkel haben und Materialien und Oberflächen sollten so gewählt werden, dass sie leicht zu reinigen und zu pflegen sind.
Mit der Tageszeitung und einem Glas Chmapagner läst sich das Baden genießen! Der Abstelltisch ist eine mobile Badhilfe, die auch als Fußstütze dienen kann.

Text & Foto: Ellen Krause, Padertext, www.padertext.de