erschienen im September 2019 in Paderborn am Sonntag

Das Bad fit machen für die Zukunft

Badgalerie bietet Lösungen für Barrierefreiheit an / Nachträglicher Einbau überall möglich

Paderborn. Sechs Zentimeter können manchmal entscheidend sein. Der Unterschied zwischen der Dicke von fünf nebeneinanderliegenden Kugelschreibern oder der Höhe mindestens eines Kaffeebechers sind es, die darüber entscheiden, ob ein Badezimmer barrierefrei ist. Doch für viele bleibt gar keine große Möglichkeit in ihrem Handycap, da sind sechs Zentimeter fast schon das Äußerste, das sie überwinden können. Der Badgalerie Blome in Schloß Neuhaus ist es gelungen, genau diesen Unterschied auszuarbeiten: Sie ist in der Lage, Duschen in Räume einzubauen die trotz Abfluß nur noch wenige Zentimeter Aufbauhöhe haben. Das Geheimnis dahinter erklärt sich durch die Benutzung einer speziellen Technik. Ideal also, wenn es darum geht, Duschlösungen an ungewöhnlichen Plätzen bereitzustellen. Durch die geringe Aufbauhöhe lassen sich solche Duschen problemlos mit dem Rollstuhl befahren und stellen keine Stolpergefahr dar. Das besondere barrierefreie Bad hat auch einen Namen: Es heißt Easy go plus und erfüllt durch die nur zwei Zentimeter schmale Kante die DIN Norm für barrierefreie Lösungen. Das ist wichtig, denn dadurch wird es als nachträglicher Einbau auch förderfähig durch die Pflegekassen. Bis zu 4.000 Euro Zuschuss können sich dann einwerben lassen, weiß Badgalerie Geschäftsführer Marcus Kaiser.

Barrierefreiheit, das bedeutet für den Fachmann aber auch, darauf zu achten, dass Badewannen 60 Zentimeter hoch sein sollten, damit die Kante besser zum Sitzen genutzt werden kann. Oder zu beachten, dass Waschtische mit dem Rollstuhl unterfahrbar sind und sich die Schränke links und rechts leicht öffnen lassen. Gerne empfiehlt Marcus Kaiser im Pflegefall aber auch das Dusch-WC. Das ist eine Verbindung zwischen WC und Bidet. Einzig ein Stromanschluss ist notwendig, auf die Keramik wird dann ein besonderer Deckel gesetzt, in dem alle Technik steckt. So wird angewärmtes Wasser durch einen herausfahrbaren Arm direkt unter den Benutzer geführt. In der Lady Funktion fährt dieser Arm sogar noch ein Stück weiter nach vorn. Das ist ideal für Menschen, die sich wegen einer Krankheit oder eines Unfalls selbst nicht helfen können. Ob nun also linker oder rechter Arm beeinträchtigt sind, eine Fernbedienung bringt zusätzliche Vorteile.

Wer Experten für den Bau eines barrierefreien Bades sucht, der ist in der Badgalerie Blome also genau richtig. Dort weiß Geschäftsführer Marcus Kaiser aber auch, dass man nicht bis zum Alter warten sollte. Manche Einbauten sind auch ohne Pflegefall nützlich und bereits beim Badumbau mit anzulegen. Damit später einmal alles einfach umgerüstet werden kann.

Wer Genaueres dazu wissen will, der ist bei der Südring Messe vom 30. August bis 7. September willkommen, dort berät die Badgalerie an ihrem Stand im Erdgeschoß extra zu diesem Thema.

Bildzeile: Marcus Kaiser aus der Badgalerie Blome empfiehlt die ovalen Handläufe, die nicht nur chic sind, sondern sich auch gut umfassen lassen und optimalen Halt gewähren.