Neuen Westfälischen am 11.02.2005 und im Westfälischen Volksblatt am 25.03.2005

Farbe ist wieder gefragt

Neue Trends im Badezimmer: Wohlfühlen wird immer wichtiger

Paderborn. Wenn die Natur im Frühjahr wieder zum Leben erwacht, haben auch viele Menschen Lust auf Veränderung in den eigenen vier Wänden. Zum Beispiel auf ein neues Bad. Neben den persönlichen Vorlieben interessiert dabei natürlich auch, was gerade „in“ ist. „Im Augenblick gibt es vier große Trends“, erklärt Bad-Spezialist Ulrich Blome von der Badgalerie in Schloß Neuhaus. „Zum einen das mediterrane Bad, das sich schon seit ein paar Jahren großer Beliebtheit erfreut. Es wird in warmen Farben gehalten, zum Beispiel in Terrakotta oder anderen Erdtönen, oft kombiniert mit warmem Holz. Dazu passen Waschtische und Ablagen aus Stein. Hierfür wird gerne gespaltener und geölter Naturschiefer verwendet. Auch der Boden ist häufig in Stein gehalten. So entsteht ein wohnliches, mediterranes Flair.“

Nach wie vor beliebt ist auch das puristische Bad: Gradlinig, ohne Schnörkel und mit klarer Material- und Formensprache. Die Besitzer mögen moderne, offene Räume im Loft-Stil. Dazu passen Armaturen und Waschtische aus gebürstetem Edelstahl. Farben sind selten mit im Spiel, höchstens mal grau, schwarz oder weiß. Die Wände sind oft aus unbearbeitetem Waschbeton ohne Belag. „Hier ist weniger mehr“, weiß der 37-jährige Geschäftsführer.
Neu ist dagegen, dass in der gesamten Sanitärbranche wieder mehr Farbe verwendet wird: „In der Regel halten sich Badezimmer-Trends über Zeiträume von sieben bis zehn Jahren“, erläutert der Fachmann, der auf Badrenovierungen aus einer Hand spezialisiert ist. „Wir haben jetzt eine lange „Nicht-Farben-Phase“ gehabt mit sehr viel Weiß. Jetzt sind wir am Anfang einer Farben-Phase. Es gibt Hersteller, die verkaufen quietschgelbe, knallblaue oder rote Wannen. Oder mit originellem Design, zum Beispiel mit Klaviertasten. Damit einher geht die Renaissance des Mosaiks, und zwar in allen Formen und Farben. Inklusive des Glas-Mosaiks als Wand- und Bodenbelag. Da kann alles ganz individuell nach den Vorstellungen des Kunden gestaltet werden.“

Stark im Kommen: Hersteller setzen wieder auf Farbe.
Foto: Badgalerie/Jörger

Darüber hinaus gibt es eine Tendenz weg von der funktionalen Nasszelle, wie sie nach dem Krieg üblich war, hin zum Bad als Wohn- und Wohlfühlraum. Hier will man sich nicht nur waschen, sondern auch entspannen und länger aufhalten und neben der reinen Körperpflege auch etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden tun. Zum Beispiel mit einem ausgiebigen Wannenbad, kombiniert mit duftenden Essenzen, Ölen oder Schaumbädern, wie sie heute in zahlreichen Varianten angeboten werden. Je nach Stimmungslage kann man sich damit entspannen oder einen Frische-Kick verschaffen. Wer sich zusätzlich eine sanfte Massage gönnen will, ist mit einem Whirl- oder Airpool gut beraten. Die aufsteigenden Luftbläschen massieren die Muskulatur und straffen das Bindegewebe und verdoppeln so den Wohlfühl-Effekt. Für stimmungsvolles Licht sorgen zusätzliche Unterwasserscheinwerfer. Wannen mit diesen Extras gibt es in allen Formen und Farben. In Kunststoffwannen können sie in der Regel sogar nachträglich eingebaut werden. Ein Airpool lässt sich sogar in eine Raumsparwanne integrieren.
Immer beliebter werden außerdem Sauna oder Dampfbad im eigenen Badezimmer. So kann man neben der Entspannung auch noch etwas für seine Gesundheit tun. Gerade Dampfbäder lassen sich auch auf kleinem Raum realisieren, weil sie in die Dusche integriert werden können. „Man kann auch im kleinsten Bad eine Wellness-Oase einrichten“, so Blome.

Weitere Infos unter www.badgalerie.de.

Wieder „in“: Buntes Mosaik im Bad.

Foto: Badgalerie/ Ellen Krause

Text: Ellen Krause, Padertext, www.padertext.de