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Schicke Hilfen für den Alltag

Erschienen in der "Neuen Westfälischen" am 22.11.2013

Schicke Hilfen für den Alltag

Immer mehr Einrichter achten beim barrierefreien Bad auf ein modernes Design

Schicke Hilfen für den Alltag

Immer mehr Einrichter achten beim barrierefreien Bad auf modernes Design

Sicherheit im Bad ist für viele Menschen ein wichtiges Thema. Ein Sturz auf nassen Fliesen ist schnell passiert. Doch es gibt viele Möglichkeiten, sein Bad sicherer zu machen. Marcus Kaiser, Studioleiter der Badgalerie in Schloß Neuhaus, gibt Tipps:

„Grundsätzlich empfehlen wir unseren Kunden, das Bad möglichst barrierefrei zu gestalten. So werden mögliche Stolpersteine von vornherein vermieden. Sehr nützlich sind klappbare Griffe, die man auch nachträglich im Bad montieren kann. Sie werden an der Wand befestigt und können bei Bedarf herunter geklappt werden. Zum Beispiel als Aufsteh-Hilfe seitlich vom WC. Dadurch, dass sie weggeklappt werden können, bleibt den Nutzern mehr Bewegungsfreiheit und die Toilette ist auch für Rollstuhlfahrer gut zugänglich. Wichtig ist allerdings, dass die Griffe fest in der Wand verankert werden, da sie einiges an Gewicht aushalten müssen. Deshalb sollte man bei einer Badrenovierung gleich dafür sorgen, dass der Spülkasten im Trockenbau seitlich zusätzliche Aussteifungen bekommt, sodass die Griffe später leicht nachgerüstet werden können.“

Praktisch sind sie auch neben dem Waschbecken und in der Dusche. Hier kann man Varianten mit einhängbarem Sitz wählen, so dass man sich hinsetzen kann, wenn einem schwindelig wird. Dafür eignen sich auch in die Wand gemauerte Sitzflächen in der Dusche oder neben der Wanne, die man bei Bedarf auch als Ablage für Shampoo oder zum Abstellen der Füße beim Waschen nutzen kann. Einige Hersteller bieten auch mobile Haltegriffe an, die nicht mit der Wand verschraubt werden. Nützlich, wenn der Vermieter das Bohren nicht erlaubt! Hier sollte man sich aber von einem Fachmann beraten lassen, was im jeweiligen Fall die sicherste und beste Lösung ist.

Wer bislang in der Wanne duscht, aber nicht mehr gut über den Rand kommt, kann auf eine „Blome DuBa_automatic“ umsatteln. Das ist eine Kombination aus Dusche und Wanne mit einem bodennahen Einstieg, der zum Baden auf Knopfdruck mit einem elektrischen Rollschott verschlossen wird. Das heikle Klettern über den Wannenrand entfällt. Zudem ist der Boden der DuBa gerader als bei einer herkömmlichen Wanne und bietet so mehr Standsicherheit. Beim Fußboden sollte man darauf achten, dass er einerseits rutschfest ist, andererseits aber noch glatt genug, dass man ihn leicht reinigen kann. „Wir empfehlen unseren Kunden meist barrierefreie Duschen mit Mosaikböden. Durch die vielen Fugen hat der Fuß mehr Trittsicherheit“, erläutert Kaiser.
„Eine Matte macht in einer barrierefreien Dusche keinen Sinn, da die Türen dann nicht mehr auf und zu gehen und der Abfluss verstopft werden kann. Für große Fliesen gibt es ein silikonartiges Material, das man auf den Duschbereich auftragen kann, um ihn rutschfester zu machen. Der Vorteil: Wenn die Schicht unansehnlich wird, kann man sie einfach entfernen und neu auftragen. Das sollte man aber von einem Fachmann machen lassen.“ Matten vor den Waschbecken sollten immer mit einer Gummierung an der Unterseite versehen sein, damit sie nicht plötzlich wegrutschen. Gefährlich werden kann auch der berühmte Fön in der Badewanne. „Um Stromschläge zu verhindern, die durch die Berührung von Elektrogeräten mit Wasser entstehen, sollte man einen speziellen FI-Schutzschalter für Badezimmer einbauen lassen. Einer reicht, um das Bad komplett abzusichern“, erklärt der Bad-Experte.

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Beleuchtung. Wer nachts mal raus muss, will oft nicht das Deckenlicht anschalten, weil er danach schlecht wieder in den Schlaf kommt. Hier sind kleine LED-Lämpchen ideal. Über einen Bewegungsmelder werden sie nur bei Bedarf aktiviert und erzeugen eine heimelige Beleuchtung, die hell genug ist, das Gehirn aber nicht auf Tag umschalten lässt.

Text: Ellen Krause, Padertext

Aufgerüstet: Mit Hilfe von Sitz- und Haltemöglichkeiten können sich gerade ältere Menschen im Bad sicher bewegen.

Fotos: Coram / Badgalerie